Bei der Reform der Altersvorsorge 2020 ist ein mehrheitsfÀhiges Gesamtpaket gefordert

Der Schweizerische Seniorenrat (SSR) ruft die Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf, sich zu einigen und ein mehrheitsfÀhiges Gesamtpaket zur Reform der Altersvorsorge 2020 zu prÀsentieren. Ein erneutes Scheitern einer Revision der Sozialwerke können wir uns nicht leisten.

Der SSR befĂŒrwortet eine Erhöhung der Mehrwertsteuer fĂŒr die AHV um linear 1 Prozent. Damit tragen auch die heutigen Rentnerinnen und Rentner solidarisch zur Ausfinanzierung der ersten SĂ€ule bei.

Der SSR lehnt automatische Massnahmen (Interventionsmechanismus) bei einer Unterdeckung des AHV-Ausgleichsfonds ab. Eine Lösung ĂŒber den parlamentarischen Weg ist zu suchen. Eine im Raum stehende Erhöhung des Rentenalters auf 67 wĂŒrde einen Abstimmungserfolg gefĂ€hrden.

Die Witwen- und Witwerrente sowie die Kinderrente aus der AHV mĂŒssen beibehalten werden. Die gesellschaftliche Entwicklung ist noch nicht so weit fortgeschritten, dass insbesondere der Rentenanspruch der Witwen beschrĂ€nkt werden kann.

Unter dem Strich muss das heutige Rentenniveau gehalten werden. Um die Senkung des Mindestumwandlungssatzes bei der zweiten SĂ€ule auszugleichen, schliesst sich der SSR der Meinung des StĂ€nderates an und befĂŒrwortet die Erhöhung der AHV-Rente um 70 Franken bzw. auf 155 Prozent der Maximalrente fĂŒr Ehepaare.