Der Schweizerische Seniorenrat, SSR, unterstützt die Eidgenössische Volksinitiative „Für eine starke Pflege“

In der Schweiz herrscht Pflegenotstand. Wir haben viel zu wenig Pflegende. Wegen der hohen beruflichen Belastung und den schlechten Arbeitsbedingungen sind aktuell 25 000 Pflegestellen nicht besetzt. Pro Jahr werden 3000 diplomierte Pflegende zu wenig ausgebildet. Bereits nach wenigen Jahren verlassen ein Drittel der Ausgebildeten den
Beruf. Insgesamt beträgt die berufliche Ausstiegsquote rund 50 Prozent. Wegen der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung werden bis 2030 zusätzlich 65 000 Pflegende benötigt.

 

Das Volksbegehren will:
• den Einstieg und Wiedereinstieg in den Pflegeberuf fördern,
• den Status der Pflege als blossen Hilfsberuf ab-schaffen,
• die eigenständige Pflege ohne ärztliche Anordnung erweitern, damit Kosten gespart
und der administrative Aufwand reduziert werden können,
• die Stellenschlüssel anpassen, um zu verhindern, dass eine diplomierte
Pflegefachperson für mehr als 30 Patienten allein verantwortlich ist,
• die Gesundheit des Pflegepersonals schützen,
• mehr Erholungszeit sowie bessere Schichtsysteme und Dienstpläne für das
Pflegepersonal,
• Arbeitsbedingungen, die den hohen Anforderungen im Pflegeberuf gerecht werden,
• einen besseren Schutz für die Pensionskassenansprüche der Pflegenden,
• generell die Attraktivität der Pflegeberufe stärken.

 

Schweizerischer Seniorenrat

Das Copräsidium:

 

Bea Heim Roland Grunder