Der Schweizerische Seniorenrat wehrt sich gegen eine einseitige Anpassung der allgemeinen Versicherungsbedingungen

Der Schweizerische Seniorenrat (SSR) lehnt die Neuformulierung des Art. 35 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) ab, wonach die allgemeinen Versicherungsbedingungen durch den Versicherer einseitig abge├Ąndert werden k├Ânnen. Dieser Vorschlag widerspricht Treu und Glauben sowie dem Rechtsgrundsatz ┬źpacta sunt servanda┬╗, dass Vertr├Ąge eingehalten werden m├╝ssen.

Die Voraussetzung, dass ├änderungen rechtzeitig angek├╝ndigt werden m├╝ssen und die Versicherten ihre Kranken-Zusatzversicherung k├╝ndigen k├Ânnen, hilft Seniorinnen und Senioren nicht weiter. Eine neue Versicherung wird sie nicht mehr aufnehmen, es sei denn zu horrenden Pr├Ąmien.
Sie w├Ąren gezwungen, in ihrer Krankenkasse zu bleiben und die Kr├Âte zu schlucken.

Pr├Ąmien d├╝rfen nur erh├Âht werden, wenn sich die Berechnungsgrundlagen wesentlich ge├Ąndert haben.