Covid-Zulage? Wenn ja dann f├╝r Alle auch in der Langzeitpflege und der Spitex (Leserbrief)

Es ist unbestritten, die Pflegeberufe sind gefordert und es zeigt sich, wie systemrelevant diese Berufe sind, und zwar ├╝berall, auch in der Langzeitpflege und in der Spitex.

 

Die Bewunderung und Wertsch├Ątzung f├╝r das Pflegepersonal gilt allen, die schwerkranke Menschen in Krisensituationen pflegen und betreuen. Bei den Ueberlegungen, welche Art von Wertsch├Ątzung Pflegepersonen erhalten sollen, stehen in der Regel die Pflegenden auf Intensivstationen im Fokus, denn sie retten Leben. Es gilt jedoch auch die Berufst├Ątigen in den Pflegeheimen und der Spitex gleichermassen zu ber├╝cksichtigen. Die Statistiken zeigen, dass die hochbetagten Menschen, die an Covid19 leiden, mehrheitlich zu Hause oder im Alterspflegeheim sterben. Professionelle Pflegekr├Ąfte und pflegerische Assistenzberufe erm├Âglichen ihnen eine w├╝rdige und ertr├Ągliche letzte Wegstrecke und sie begleiten die schwerkranken Menschen im Sterben. Deshalb ist das Augenmerk gleichwertig auf die Langzeitinstitutionen zu richten. In diesen stehen die Pflegenden insbesondere auch in der derzeitigen Coronakrise vor besonderen zus├Ątzlichen Herausforderungen. Die Personalsituationen in diesen Institutionen war schon vor der Pandemie schwierig – und nun gilt es auch noch die fehlenden Kontakte zu den Angeh├Ârigen aufzufangen, so wie die wichtigen Betreuungsdienste neu zu organisieren. Die bisherigen zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer in den Langzeitinstitutionen fehlen, denn sie geh├Âren ├╝berwiegend der sogenannten Bev├Âlkerungsgruppe der ├╝ber 65j├Ąhrigen an und sind bekanntlich der Risikogruppenregelung unterworfen.

 

Elsbeth Wandeler Bern