Scherbenhaufen bei den Sozialwerken unverzüglich eliminieren.

Der Schweizerische Seniorenrat (SSR) bedauert die Ablehnung des Reformpaketes Altersvorsorge 2020 durch das Schweizer Stimmvolk.

Unsere Vorsorgewerke geraten in eine bedrohliche Schieflage, weil sie immer grössere Defizite zu tragen haben werden. Es ist zweifelhaft, ob innert nützlicher Frist eine lösungsorientierte Vorlage spruchreif wird.

Erfahrungsgemäss dauert es rund zehn Jahre, bis eine Reform unserer Sozialwerke zur Volksabstimmung gelangt. Je länger wir jedoch warten, umso drastischere – teurere – Massnahmen sind notwendig. Es besteht die Gefahr, dass die Altersvorsorge nicht mehr sicher ist.

Jetzt ist aber auch Goodwill gefragt. Die Gegner der Vorlage müssen beweisen, dass es ihnen nicht nur um Sozialabbau geht. Wir fordern als erste Massnahme die seit 2001 nicht mehr erfolgte Anpassung der Mietzinsmaxima bei den Ergänzungsleistungen für diese 319’OOO Menschen in unserem Lande, die in prekären Verhältnissen leben. Danach können die weiteren Themen wie z.B. die Reduktion des Umwandlungssatzes und die Erhöhung des Rentenalters der Frauen erst angegangen werden.

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