Herbsttagung vom 15. Oktober 2004

F√ľr jede Beh√∂rde einen Seniorenrat!

Der Schweizerische Seniorenrat organisierte am 15. Oktober 2004 eine nationa-le Tagung zum Thema ‚Äěvon der Demographie zur Demokratie“. Rund 80 TeilnehmerInnen wurden erwartet, 160 Personen kamen. Fazit: G√§ngige Altersbilder – oft wegweisend f√ľr die Politik – sind teils falsch, teils √ľberholt. Die Senioren-Bewegung fordert daher eine kontinuierliche Partizipation bei alterspolitischen Entscheidungen, z.B. in Form von Seniorenr√§ten.

An der Tagung erl√§uterte die Publizistin Judith Giovannelli-Blocher, weshalb die Gesellschaft alte Menschen brauche, die dieses Alter leben und lieben. Der Wis-senschafter Urs Kalbermatten referierte √ľber falsche Zahlen in der Demographie, bei den Kosten √§lterer Menschen und √ľber verfassungswidrige Diskriminierungen. Die SSR-Arbeitsgruppe Kommunikation machte auf alarmierende sprachliche Symptome aufmerksam: innert k√ľrzester Zeit sammelte sie eine Liste von 75 ‚ÄěUnw√∂rtern“ √ľber altersdiskriminierende Wortsch√∂pfungen.
Damit solche demokratischen Barrieren gar nicht erst entstehen k√∂nnen, braucht es auf allen politischen Ebenen eine kontinuierliche Senioren-Partizipation, bzw. Seniorenr√§te . Konkrete Beispiele verdeutlichten dieses Fazit. Es ist alles daran zu setzen, damit in Gemeinden, Regionen und Kantonen mehr Seniorenr√§te entstehen und die Politik ihre Dienste in Anspruch nimmt. Die Beh√∂rden k√∂nnen nur glaubw√ľrdige Alterspolitik leisten, wenn sie die Betroffenen partizipieren lassen.
Der Schweizerische Seniorenrat ist beratendes Organ f√ľr den Bundesrat und die Bundesbeh√∂rden. Er nahm das Tagungsthema zum Anlass, sich erstmals und ohne Anspruch auf Repr√§sentativit√§t einen √úberblick √ľber bestehende Seniorenr√§te auf kantonaler, regionaler und √∂rtlicher Ebene zu verschaffen. Von den angeschriebenen 75 Organisationen antworteten 77 % (= 58 Senioren-Gruppierungen mit 5 bis 22’000 Mitgliedern). 27 Senioren-Organisationen sind alterspolitisch aktiv, arbeiten parteipolitisch und konfessionell unabh√§ngig und beraten die zust√§ndige Beh√∂rde. Sie haben damit aus Sicht des SSR den Status eines Seniorenrates.
F√ľr weitere Ausk√ľnfte:

Angeline Fankhauser, Co-Präsidentin SSR, 4104 Oberwil, Tel. 061 402 15 33,
E-Mail a.fankhauser@intergga.ch

Herbert B. Kaestner, Co-Präsident SSR, 1247 Anières, Tel. 079 773 93 63

Unterlagen zur Tagung sind erhältlich bei folgender Adresse

Schweiz. Seniorenrat SSR
zu Handen Margrit Bossart
c/o Pro Senectute Reg. Bern
Postfach 696
3000 Bern 31 oder via E-Mail
ssr-csa.info@pro-senectute.ch

"Wenn die Politik die Senioren vergisst,

vergisst sie Menschen."