Internationaler Tag „alt gegen Gewalt“ vom 15. Juni 2006: Alters-Diskriminierung als besondere Art der Gewalt

Alters-Diskriminierung ist in der Schweizer Bundesverfassung zwar verboten und in zahlreichen internationalen Konventionen ausdrücklich verpönt. Doch immer wieder wird versucht, Konflikte zu beseitigen, indem man Diskriminierungen schafft. Der SSR kämpft deshalb nicht nur gegen Gewalt, sondern auch gegen diskriminierende Alterslimiten bei politischen Ämtern.

Der Fall „Madiswil“ war 2002 ein Musterbeispiel: Anstelle einer Amtszeit-Beschränkung verhängte die Berner Gemeinde eine Alterslimite fĂĽr die Gemeindeorgane. Der SSR wehrte sich mit allen Mitteln dagegen. Daraufhin hob Madiswil den Gemeindebeschluss auf.
Doch eine Entwarnung wäre zu früh. Hinweise zeigen: es gibt noch immer Alterslimiten für nebenamtliche Tätigkeiten bei ausserparlamentarischen Bundeskommissionen sowie bei Kantons- und Gemeindeorganen. Altersschranken sind ein unnötiges und untaugliches Mittel der Auswahl. Heute werden ältere Menschen nicht nur älter. Sie sind auch engagiert, länger gesund und zudem besser ausgebildet. Werden Altersschranken bei politischen Ämtern bekannt, wird der SSR aktiv. So wandte er sich sofort an den Regierungsrat des Kantons Baselland, als dieser 2005 beabsichtigte, politische Alterslimiten beizubehalten.
Alterslimiten belegen die Tatsache, dass es eines besonderen internationalen Tages zum Thema «alt gegen Gewalt » bedarf. In allen sozialen Schichten und Lebensphasen gibt es nach wie vor die Gewalt im Allgemeinen und die Diskriminierung als besonders perfide Abart der Gewalt. Diskriminierung als vermeintliche „Konfliktlösung“ existiert sowohl im gegenseitigen Umgang als auch in Politik, Wirtschaft, Medien usw. Beispiele dafĂĽr liefern die Auseinandersetzungen ĂĽber Fragen zu Gesundheitskosten, Langlebigkeit, Einkommen, Vermögen, usw.. Besonders augenfällig sind diskriminierende Aspekte, wenn die Diskussion von einem beleidigenden Umgang mit dem Thema begleitet wird. Der SSR wurde vom Bundesrat als Plattform zur Interessenvertretung der älteren Generation eingesetzt. Er engagiert sich fĂĽr einen objektiven, problemorientierten Dialog unter allen Generationen.
FĂĽr weitere AuskĂĽnfte stehen gerne zur VerfĂĽgung:

Heidi Deneys, Co-Présidente, Tel. 032 968 50 54 (früher Morgen oder abends)

Klara Reber, Co-Präsidentin, Tel. 052 212 61 43, E-Mail: klara.reber@bluewin.ch

oder

Margrit Bossart, Generalsekretärin, 031 372 09 57, E-Mail bossart.bern@bluewin.ch